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Besuch des Gewerbeverein Homburg e.V.

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Am Donnerstag, den 08.11.2018 besuchte der Gewerbeverein Homburg e.V. zusammen mit der Vorsitzenden Annette Germann die Feuerwache am Hochrech in Homburg. Die Besichtigung, welche von dem Gewerbevereins-Mitglied, Unternehmer und Feuerwehrmann Udo Eckhardt organisiert wurde, sollte den Homburger Gewerbetreibenden einen Einblick in die Struktur und Organisation der örtlichen Feuerwehr ermöglichen. Die Besichtigung startete mit einer Führung durch die Feuerwache. Die rund 21 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zunächst über den Eingangsbereich in die Umkleiden geführt. „In einem Einsatzfall, kommen die Kameraden mit Ihrem Privat-PKW von zuhause, parken vor der Feuerwache, laufen eilig zur Umkleide und ziehen sich dort um“, so Udo Eckhardt. Wie die kommen von zuhause? Ja, die Feuerwehr in Homburg ist eine Freiwillige Feuerwehr. Das bedeutet, dass jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau einen „Piepser“ bei sich trägt und sobald dieser ertönt die Feuerwache aufsucht. In den Gesichtern der Besucher erkannte man, dass sich das bisher noch niemand so wirklich vorgestellt hatte. Geschweige denn, dass jemand wusste, wie der Ablauf überhaupt ist. Dass Homburg eine ausschließlich Freiwillige Feuerwehr hat, war bis dahin auch noch nicht jedem klar. In der Zentrale schauten die Gewerbetreibenden auch erst einmal verdutzt, als sie hörten, dass hier nur ein Fax ankommt und nicht ständig jemand Einsätze verwaltet oder entgegennimmt. „Notrufe laufen in der Leitstelle in Saarbrücken auf, diese alarmieren dann uns via Piepser und erst dann, nachdem die Fahrzeuge ausgerückt sind, besetzen ehrenamtliche Kameraden für die Zeit des Einsatzes die Zentrale.“, erklärte Eckhardt. Knapp 10 Minuten haben die Feuerwehrleute Zeit, um von zu Hause, der Arbeit oder aus der Freizeit das Feuerwehrgerätehaus aufzusuchen, sich umzuziehen, die Fahrzeuge zu besetzen und am Einsatzort zu sein. Das schreibt das Gesetz vor. Bei knapp 500 Einsätzen pro Jahr, weist dies dem Ehrenamt eine ganz andere Rolle zu. „Viele Kameraden fahren pro Jahr knapp 250 Einsätze. Jeden Tag geht der Piepser.“, so Eckhardt. Zu jeder Tag und Nachtzeit müssen die Feuerwehrkameraden einsatzbereit sein. Manchmal nachts um 3 Uhr, manchmal nachts um 4. Dass viele Kameraden auf Unverständnis gegenüber Arbeitgeber, Freunde oder Familie stoßen, können die Geschäftsleute nicht verstehen. Marcel Schmitt, Pressesprecher der Feuerwehr Homburg hierzu: „Die Freiwillige Feuerwehr ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Kein Vergleich zu Vereinen oder sonstigen Institutionen. Hier geht es um Menschenleben.“ Es ist für viele selbstverständlich, dass, wenn sie die 112 wählen, schnell und 24 Stunden am Tag ein rotes Auto vor der Haustür steht. Doch wie dieses Feuerwehrauto zu den Menschen kommt, fragen sich wenige. Keiner der Feuerwehrleute verdient auch nur einen Cent für das was er tut. Alle könnten genauso gut abends auf der Couch liegen, nachts schlafen oder ihren Hobbys nachgehen. Aber wer kommt dann, wenn es brennt? Wer rettet verunfallte und eingeklemmte Personen aus dem Auto? Echte Feuerwehrleute können Ihre Motivation schwer erklären. Doch das müssen sie auch nicht. Vielmehr müssten alle Bürgerinnen und Bürger erklären, warum eben sie nicht bereit sind, ein so wichtiges Ehrenamt auszuüben. Jeder ist seinen Mitmenschen gegenüber verpflichtet, in Notsituationen zu helfen. Dass die Kameraden aus Homburg und allen anderen Freiwilligen Feuerwehren tagtäglich in Ihrer Freizeit, unbezahlt teilweise ihr Leben aufs Spiel setzen, ist vielen gar nicht bewusst. „Wir saßen gegenüber, als die Bäckerei Schäfer in Flammen stand. So schnell wie die Feuerwehr da war, das war unglaublich. Und als dann die Ersten über die Drehleiter in das brennende Gebäude vorgingen, das muss man sich erst einmal trauen“, erzählte Annette Germann. Sie sprach im Namen des Gewerbevereins große Anerkennung und Dankbarkeit gegenüber der Arbeit der Feuerwehr aus. Erst durch die Führung und Erklärung der Abläufe und Organisation der Feuerwehr in Homburg, wurde Frau Germann und den anderen Gewerbevereins-Mitgliedern einmal bewusst, welch große Last auf jedem der Ehrenamtler liegt. „Ich hätte mir das nie so vorgestellt. Man kann sich das als Nicht-Feuerwehrmitglied auch schwer vorstellen. Aber diese Führung war wichtig und hat uns allen das Verständnis und den Respekt gegenüber der Freiwilligen Feuerwehr verinnerlicht. Eine solche Führung und das Interesse an dem Thema kann ich jedem nur empfehlen. Ich werde die Feuerwehr ab sofort auch mit anderen Augen sehen“, so Annette Germann weiter. Abschluss der Veranstaltung war ein gemütlicher Umtrunk und Imbiss zu welchem auch Peter Nashan, Wehrführer der Feuerwehr Homburg, für Fragen der Geschäftsleute zur Verfügung gestanden hat. „Es war wichtig, die Gewerbetreibenden über die Freiwillige Feuerwehr zu informieren und auf unserer Seite schätzen zu dürfen“, so Nashan. Der Besuch der Feuerwehr war für den Gewerbeverein wie auch für die Feuerwehr ein Gewinn.

150 ehrenamtliche Feuerwehrkameraden sorgen in Homburg/Saar 365 Tage im Jahr, 24/7 für Sicherheit. Die Kräfte arbeiten im Jahr über 450 Einsätze ab. Die Einsatzzahlen steigen stetig.

Kontakt

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    Feuerwehr Homburg,
    Am Hochrech 3
    DE-66424 Homburg

  • Keine Notrufnummer!
    +49 (0) 6841 - 92410

  • kontakt@feuerwehr-homburg.de

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    Sa. u. So.         : 07:00 – 22:00

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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 15/12/2018 - 00:36 Uhr
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