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Feuerlöscher

Das Starten eines Löschversuchs

Der Einsatz von Feuerlöschern...

Grundsätzlich gilt: Starten Sie nur einen eigenen Löschversuch, wenn Sie nicht Gefahr laufen, Rauchgase einzuatmen!

Anders als bei Rauchmeldern besteht im Privatraum keine Pflicht für Feuerlöscher. Dennoch sind sie eine extrem hilfreiche Ergänzung zum Brandschutz in den eigenen vier Wänden.

​Am weitesten verbreitet sind Pulverlöscher für die Brandklassen A (Feststoffe), B (Flüssigkeiten) und C (Gase). ABC-Pulverlöscher sind relativ günstig, effektiv und einfach zu bedienen. Daher empfehlen sie sich für den Gebrauch im privaten Haushalt. Zu beachten ist, dass sie nicht bei Bränden über 1000V eingesetzt werden dürfen.

​Übrigens: Inzwischen gibt es auch viele kleine Pulverlöscher, die Sie im KFZ mit sich führen können. Im Notfall können somit PKW-Brände in der Entstehung niedergeschlagen und größere Sachschäden vermieden werden.

Es gibt vier Arten

Feuerlöscher

  • Wasser

  • Schaum

  • Pulver

  • Kohlendioxid (CO2)

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Nicht nur gutes Equipment ist zum erfolgreichen Löschen von Entstehungsbränden wichtig, sondern auch das know-how, wie ich einen Feuerlöscher verwende und mit welcher Löschtaktik ich Erfolg habe. Das vermittelt dieser Beitrag von BAVARIA.
Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Feuerlöschern

Welcher Feuerlöscher eignet sich für den Haushalt?

Für Wohnungen empfehlen wir einen Schaumlöscher mit 6 Litern für die Brandklassen A (feste Stoffe) und B (Flüssigkeiten). Schaum löscht zuverlässig und hinterlässt deutlich weniger Schäden als Pulver, das sich als feiner Staub in jede Ritze setzt und Elektronik zerstört. Für die Küche ist zusätzlich ein Fettbrandlöscher der Klasse F sinnvoll. Pulverlöscher gehören eher in Garage, Werkstatt oder ins Auto.

Was bedeuten die Brandklassen A, B, C, D und F?

A: feste, glutbildende Stoffe wie Holz, Papier, Textilien. B: flüssige oder flüssig werdende Stoffe wie Benzin, Öl, Lacke, Kunststoffe. C: Gase wie Erdgas oder Propan. D: Metalle wie Magnesium oder Aluminiumspäne. F: Speisefette und -öle in Fritteusen und Pfannen. Auf jedem Löscher ist angegeben, für welche Klassen er zugelassen ist. Eine frühere Klasse E für elektrische Anlagen gibt es nicht mehr; stattdessen steht auf dem Löscher der Mindestabstand bei Niederspannungsanlagen (meist 1 Meter).

Muss ich zu Hause einen Feuerlöscher haben?

In Privatwohnungen besteht keine gesetzliche Pflicht – mit Ausnahme einzelner Fälle wie Garagen oder Heizräumen nach Landesrecht. In Betrieben und Arbeitsstätten ist die Ausstattung dagegen verbindlich geregelt (ASR A2.2). Die Feuerwehr empfiehlt dennoch jedem Haushalt einen Löscher: Ein Entstehungsbrand lässt sich in der ersten Minute oft mit wenig Aufwand löschen, nach wenigen Minuten brennt der ganze Raum.

Wie bediene ich einen Feuerlöscher richtig?

Zuerst den Notruf 112 absetzen oder absetzen lassen. Dann: Sicherungsstift ziehen, Schlagknopf oder Hebel betätigen, mit dem Wind bzw. der Zugluft im Rücken an den Brand herangehen und das Löschmittel von unten in die Flammen, von vorn nach hinten, stoßweise aufbringen. Tropf- und Fließbrände von oben nach unten löschen. Mehrere Löscher gleichzeitig statt nacheinander einsetzen und nach dem Löschen Glutnester beobachten.

Löschen Sie nur Entstehungsbrände und halten Sie sich immer den Rückweg frei. Ist der Raum verraucht oder das Feuer größer als ein Papierkorb, verlassen Sie den Raum und schließen die Tür.

Wie lösche ich brennendes Fett in der Pfanne?

Niemals mit Wasser! Das Wasser verdampft schlagartig, reißt das brennende Fett mit und erzeugt eine meterhohe Stichflamme (Fettexplosion). Richtig ist: Herd ausschalten, Flammen mit einem passenden Deckel oder Backblech ersticken und die Pfanne abkühlen lassen, ohne den Deckel abzunehmen. Alternativ einen Fettbrandlöscher der Klasse F einsetzen. Löschdecken sind für Fettbrände ungeeignet – das Fett schlägt durch das Gewebe.

Wie oft muss ein Feuerlöscher geprüft werden?

Hersteller und DIN 14406-4 sehen eine Prüfung durch eine Fachkraft alle zwei Jahre vor; in Betrieben ist das Pflicht, in Privathaushalten eine Empfehlung. Zwischendurch prüfen Sie selbst, ob die Plombe unversehrt und der Manometerzeiger im grünen Bereich steht. Nach etwa 20 Jahren sollte ein Löscher ersetzt werden; das Löschmittel von Schaumlöschern wird meist schon nach sechs bis acht Jahren getauscht. Die Prüfplakette zeigt den nächsten Termin.

Wie entsorge ich einen alten Feuerlöscher?

Nicht in den Hausmüll – ein Feuerlöscher ist ein Druckbehälter mit Löschmittel. Geben Sie alte Geräte bei der Schadstoffsammlung oder im Wertstoff-Zentrum des Entsorgungsverbands Saar (EVS) ab; viele Fachhändler und Prüfdienste nehmen Altgeräte beim Kauf eines neuen zurück. Die Feuerwehr kann keine Löscher entsorgen oder prüfen.

Sind Löschsprays eine Alternative?

Löschsprays in Dosenform sind leicht zu handhaben und eignen sich für kleine Entstehungsbrände, etwa am Adventskranz oder in der Küche. Sie ersetzen aber keinen Feuerlöscher: Die Löschmittelmenge reicht nur für wenige Sekunden. Achten Sie auf die angegebenen Brandklassen und das Haltbarkeitsdatum. Für Fettbrände nur Sprays mit Klasse F verwenden.

Quellen: BAuA – ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände · Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe (bvbf) · Entsorgungsverband Saar – Schadstoffsammlung. Stand: Oktober 2026. Im Notfall gilt immer: 112 wählen.